Unsere Korrespondenz mit dem SR: ihr müsst von unten nach oben lesen. Die erste Anfrage ist ganz unten. Ich finds entlarvend und erschreckend

Sehr geehrter Herr Wagner, genau das ist das Problem! Man findet adhoc kein Beispiel für eine ausgewogene Berichterstattung.Mit Luxembourg gibt es ja auch kein Problem beim kleinen Grenzverkehr.Zwischen Frankreich und Luxembourg meines Wissens auch nicht.Und wenn man nun 1+1 zusammenzählt, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass diese neue Regelung (Vorlage eines negativen PCR Tests bei der Einreise nach Frankreich) auf Druck der dt. Regierung getroffen wurde. Sonst müsste das ja mit Luxembourg genauso gehandhabt werden. Und weil nun Frankreich „überraschend“ einen solchen Schritt eingeleitet hat, hat man natürlich auf saarländischer Seite die Pflicht nachzuziehen – alles einvernehmlich und in Absprache, versteht sich.Das alles mit dem Hintergrund, dass auf deutscher Seite in Trump’scher Manier einfach massiv weniger getestet wird und demzufolge natürlich auch der Inzidenzwert niedriger ist.Und es tut mir leid, genauso erfolgt auch die Berichterstattung. Hören Sie sich bei Ihren ZuschauerInnen und ZuhörerInnen um:Frankreich hat die Grenzen geschlossen und Lothringen bekommt wieder nix auf die Reihe.Auch wenn Sie das so darstellen wollten, so ist es genau das, was beim Grossteil der SaarländerInnen ankommmt.Da sollte man als öffentlich-rechtlicher Sender vielleicht auch etwas selbstkritisch sein und versuchen, dass auch das ankommt, was man eigentlich sagen will. Andernfalls drängt sich mir der Verdacht auf, dass man es eben nicht so wirklich sagen will. Und das finde ich erschreckend und traurig! Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrte Frau …,

Diese Thematik der höheren Testzahlen fließt in die normale Berichterstattung mit ein. Für Moselle kann ich Ihnen adhoc leider kein konkretes Beispiel nennen. Im Falle von Luxemburg aber war das zum Beispiel bei diesem Gespräch mit dem Außenminister Thema: https://www.sr.de/sr/mediathek/video/SRonline_CORONADEFR_170.html

Sehr geehrter Herr Wagner, genau das ist das Problem! Man findet adhoc kein Beispiel für eine ausgewogene Berichterstattung.Mit Luxembourg gibt es ja auch kein Problem beim kleinen Grenzverkehr.Zwischen Frankreich und Luxembourg meines Wissens auch nicht.Und wenn man nun 1+1 zusammenzählt, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass diese neue Regelung (Vorlage eines negativen PCR Tests bei der Einreise nach Frankreich) auf Druck der dt. Regierung getroffen wurde. Sonst müsste das ja mit Luxembourg genauso gehandhabt werden. Und weil nun Frankreich „überraschend“ einen solchen Schritt eingeleitet hat, hat man natürlich auf saarländischer Seite die Pflicht nachzuziehen – alles einvernehmlich und in Absprache, versteht sich.Das alles mit dem Hintergrund, dass auf deutscher Seite in Trump’scher Manier einfach massiv weniger getestet wird und demzufolge natürlich auch der Inzidenzwert niedriger ist.Und es tut mir leid, genauso erfolgt auch die Berichterstattung. Hören Sie sich bei Ihren ZuschauerInnen und ZuhörerInnen um:Frankreich hat die Grenzen geschlossen und Lothringen bekommt wieder nix auf die Reihe.Auch wenn Sie das so darstellen wollten, so ist es genau das, was beim Grossteil der SaarländerInnen ankommmt.Da sollte man als öffentlich-rechtlicher Sender vielleicht auch etwas selbstkritisch sein und versuchen, dass auch das ankommt, was man eigentlich sagen will. Andernfalls drängt sich mir der Verdacht auf, dass man es eben nicht so wirklich sagen will. Und das finde ich erschreckend und traurig! Mit freundlichen Grüssen

Sehr geehrter Herr Wagner, ich kann auf der SR Webseite über die Suchfunktion keinen Bericht finden, der explizit auf diesen Unterschied eingeht.Vielleicht können Sie mir da weiterhelfen?Und warum werden die Zahlen nicht vom Gesundheitsministerium veröffentlicht? – das hat ja den Anschein, dass man keinen Wert darauf legt, diese Information weiterzugeben.  Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Frau …,

Die Zahlen zu den durchgeführten Tests sind auch im Saarland verfügbar, allerdings nur auf gesonderte Anfrage beim Ministerium. Die täglichen Fallzahlen hingegen veröffentlicht das Ministerium selbsttätig. Dass die Zahl der durchgeführten Tests im Saarland stark von denen in Moselle und auch in Luxemburg abweicht, hatten wir bereits mehrfach thematisiert.

Mit freundlichem Gruß,

Sehr geehrter Herr Wagner, danke für die schnelle Rückmeldung.Habe ich Sie richtig verstanden, dass es im Saarland keine offiziellen Zahlen zu den durchgeführten Tests gibt?Das wäre ja allein schon ein Skandal, finde ich.Wenn aber die Zahlen, die Sie – wie auch immer – vom Gesundheitsministerium erhalten halbwegs stimmen, dann ist es Fakt, dass in Moselle 4x mehr getestet wird.Und ich würde mir wünschen, dass dieser Vergleich publiziert wird, da das ja durchaus ein anderes Licht auf die Infektionslage in den Ländern wirft, oder widersprechen Sie mir da? Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Frau …,

Bei dem Artikel, auf den Sie sich beziehen, handelt es sich um die tägliche Zahl der bestätigten Infektionen im Saarland, die vom Gesundheitsministerium übermittelt werden. Die Positivrate und die Zahl der durchgeführten Tests werden dabei nicht erfasst. Diese Werte werden von uns jedoch mehr oder weniger regelmäßig beim Ministerium abgefragt und dann auch veröffentlicht.
Zu den Corona-Zahlen in Moselle bzw. Grand Est machen wir keine tägliche Auswertung, berichten aber regelmäßig darüber.

Mit freundlichem Gruß,

Axel Wagner

SR.de

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: