Weiter gehts mit dem SR

Sehr geehrter Herr Wagner, ich fürchte, wir kommen nicht zusammen.Ich rede nicht von der Berichterstattung des vergangenen Jahres, wo natürlich immer, wenn die Empörung gross genug war, auch Kritisches berichtet wurde. In meiner Naivität wúrde ich mir wünschen, dass Journalisten Misstände benennen, bevor die Bevölkerung darauf hinweist, während der andere Teil sich schon sein festes Bild augrund der Schlagzeilen gemacht hat: Frankreich verschärft Einreisebestimmungen klingt zum Beispiel ganz anders als „Auf Druck der Bundesregierung verschärft Frankreich die Einreisebedingungen“Es fehlen einfach wichtige Informationen – warum auch immer?Im übrigen waren seitens Frankreich bis heute die Einreisebestimmung aus Deutschland nach Moselle nicht verändert worden. Und jetzt zu meinem ursprünglichen Thema:Ja, da gebe ich Ihnen recht. Die sehr hohen Infektionszahlen in Moselle lassen sich wohl nicht nur auf die höhere Testquote zurückführen.Aber was ist dann der Grund? Da würde ich mir eine Antwort von Ihnen wünschen. Und ich würde mir wünschen, dass Skandale als solche benannt werden: + Inzidenzwerte können nur verglichen werden, wenn im gleichen Umfang getestet wird. Die saarländische Teststrategie (oder auch die bundesdeutsche) ist im Vergleich zu Frankreich und Luxembourg lächerlich und somit das Nebeneinanderstellen der Infektionszahlen unseriös+ die Zahlen zu durchgeführten Tests werden in Deutschland nicht regelmässig veröffentlicht, so dass die Bevölkerung wissentlich darúber im Unklaren gelassen wird. Das widerspricht m.E. dem Informationsfreiheitsgesetz. Meine Anfragen beim saarländischen Gesundheitsministerium und Gesundheitsamt blieben bisher unbeantwortet.+ de facto handelt es sich bei der Verschärfung der Einreisebestimmungen seitens der Bundesrepublik um eine erneute Grenzschliessung … halt diesmal ohne Zäune: sieht nicht so schlimm aus, ist aber inhaltlich noch viel schwieriger wie die Situation im vergangenen Frühjar. Zudem ändert sich am Testangebot im Saarland eigentlich nichts! 100 000 Test der IHK waren am ersten Tag weg. 500 mögliche Schnelltests an der Goldenen Bremm für 15.000 Pendler! Eine stinknormale Apotheke in Moselle schafft auch schon 300 Tests am Tag. D.h. die deutsche Seite tut unbeteiligt (scheinbar hört das Problem an der Grenze auf – obwohl wir ja nach wie vor von einer Pandemie reden, oder?), die französsiche Seite testet noch mehr … Schauen Sie sich die Warteschlangen vor den Testzentren/Apotheken in Frankreich an. Und wie gesagt, bereits zuvor wurde 4x mehr getestet (PCR-Tests sogar). In Deutschland darf man sich nach wie vor nur mit Indikation kostenlos testen lassen. Das ist ein fetter Skandal! und ich vermisse die Frage, warum man das in Deutschland einfach nicht hinbekommt. Sondern seelenruhig die Grenze durch die Hintertüren dicht macht und mit diesen unnützen Massnahmen vom eigenen Unvermögen ablenkt? Das ist nationalistisch und weit weg von einem europäischen Gedanken.  Mit freundlichen Grüssen…

Antwort:

Sehr geehrte Frau ,

Ob es vonseiten der Bundesregierung Druck auf die französische Regierung gegeben hat, ist nicht bekannt, und es gibt auch keine wirklichen Indizien dafür. Von daher wäre das reine Spekulation, und daran beteiligen wir uns als SR nicht. Die Bestimmungen für Einreisen aus Deutschland nach Moselle sind nach aktuellem Stand durchaus verändert, denn anders als bisher braucht es einen negativen Corona-Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. (https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/corona_moselle_virusvariantengebiet_regelungen_grenzverkehr_100.html)

Zu den Gründen für die höheren Infektionszahlen in Moselle wären ebenfalls nur Spekulationen möglich, zumal ja auch französische Stellen hier keine konkreten Ursachen nennen (können).

Über die deutsche Teststrategie und die damit verbundenen Probleme haben wir bereits mehrfach berichtet, ebenso über das Chaos rund um das Testzentrum an der Goldenen Bremm. Und der Ansturm auf die Apotheken in Moselle wegen der Tests war/ist heute Thema im Haus.

Mit freundlichem Gruß,

Axel Wagner

SR.de

Also irgendwie schnallt der Typ das nicht, dass Moselle die Änderungen ausgesetzt hat. Definitv problematisch, wenn man Redakteur ist..

Und hier hat meine Freundin nochmal nachgelegt:

https://www.moselle.gouv.fr/Actualites/Precisions-sur-les-modalites-d-acces-au-territoire-allemand-depuis-le-departement-de-la-Moselle:

  • Les règles d’entrée sur le territoire français ne sont pas modifiées : les personnes qui résident dans un périmètre de 30 km de la frontière et entrent en France pour moins de 24 heures, les personnes qui franchissent régulièrement la frontière pour leur travail et les chauffeurs routiers doivent présenter un document justifiant leur passage mais sont dispensés de l’obligation de test PCR de moins de 72 heures, qui est applicable à toutes les autres personnes.

ebenso erklärt im Republicain Lorrain! Auf welche Quelle beziehen Sie sich? mfG

und hier hat sie noch einen draufgesetzt:

Sehr geehrter Herr Wagner, wie ich sehe, wurden die Informationen auf den SR Seiten angepasst.Aber leider entspricht das immer noch nicht den Angaben auf den Seiten der Préfecture?! oder ist zumindest sehr missverständlich, da es so klingt, als gelte diese Ausnahme nur für Berufspendler.SR:Die Präfektur in Metz hat außerdem bestätigt, dass Ausnahmen für Berufspendler gibt. Wer sich in einem Umkreis von 30 Kilometern um den eigenen Wohnort bewegt und nicht länger als 24 Stunden in Frankreich ist, muss keinen negativen Tests nachweisen. Das hatte der SR zunächst anders gemeldet.

<–>Préfecture:

les règles d’entrée sur le territoire français ne sont pas modifiées : les personnes qui résident dans un périmètre de 30 km de la frontière et entrent en France pour moins de 24 heures, les personnes qui franchissent régulièrement la frontière pour leur travail et les chauffeurs routiers doivent présenter un document justifiant leur passage mais sont dispensés de l’obligation de test PCR de moins de 72 heures, qui est applicable à toutes les autres personnes.–> das würde ich mit meinem Schulfranzösisch doch so verstehen, dass alle Personen, die im Umkreis von 30 km wohnen (unabhängig von einem Grund) + alle Berufspendler (unabhängig von dem 30km Radius) + alle LKW Fahrer keinen negativen Test brauchen. Also wie gehabt vor den Massnahmen, die aufgrund des nicht vorhanden Drucks drohender Grenzschliessung getroffen wurden, oder?

https://www.deepl.com/ funktioniert auch ganz gut:

Die Regeln für die Einreise in das französische Hoheitsgebiet werden nicht geändert: Personen, die in einem Umkreis von 30 km von der Grenze wohnen und für weniger als 24 Stunden nach Frankreich einreisen, Personen, die regelmäßig die Grenze zur Arbeit überqueren, und LKW-Fahrer müssen ein Dokument vorlegen, das ihre Durchreise rechtfertigt, sind aber von der Verpflichtung befreit, einen PCR-Test von weniger als 72 Stunden zu machen, der für alle anderen Personen gilt.Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version) Viele Grüsse

2 Kommentare zu „Weiter gehts mit dem SR

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