Tag 10 von 35

Beim Frühtreff wurde mitgeteilt, dass niemand positiv ist. Das war aber irgendwie informell. Wolle mers also mo glawwe. Sonst passiert heute sicher nix mehr und dann ist schon Ostern und da passiert dann auch nix, außer dass der Osterhase kommt.

Hier auf der Höhe mit Blick ins Lothringische ist es einfach herrlich. Da fühlt sich alles soo einfach an. Corona? Was ist das? Ab nachmittags treffen sich hier jung wie alt, die einen mit Wasserpfeifen und die anderen mit Sixpack und Picknickkorb. Alle mit Decke oder Campingstühlen. Der Mindestabstand wird nur zum Teil gewahrt. Aber hier bläst auch ein ziemliches Lüftchen und nimmt hoffentlich diese komischen Viren mit, bevor sich jemand ansteckt. Die Atmo ist total entspannt. Man fragt sich, wieso zum Henker man so seltsam hartnäckige Verspannungen in diversen Teilen des Körpers hat, sich überhaupt jemals gestresst fühlte, eventuell diverse Tablettchen nimmt und hier in ner Reha gelandet ist, wo das Leben doch so sicht/ und fühlbar einfach sein kann 😉😎. Gestern kam die Polizei vorbei auf der Suche nach einer türkischen Hochzeit. Von der war aber weit und breit nichts zu sehen.

Blick nach Lothringen

Nur das martialische Europadenkmal trübt die Idylle. Sollte man es als Vorbote schlechter Zeiten lesen? Solch eine Deutung könnte die Symbolik der mit Stahlstreben verbundenen Betonklötze leicht zulassen. Da ist etwas so fest verbunden, dass ein eigener Weg nur noch unter großen Schwierigkeiten und massig Schäden am Gesamtkunstwerk möglich ist. Das Denkmal ist jedenfalls das Gegenteil von fluide und anpassungsfähig.

Europadenkmal

Der Weißdornhain beschäftigt mich noch. Tatsächlich 🙃 ist der Weißdorn Heimstatt für Elfen und wehrt böse Geister ab. Außerdem beherbergt er ca. 150 verschiedene Insektenarten, 54 Schmetterlingsraupensorten und gut 30 Vogelarten. Er ist also echt sehr nützlich. Und bis zu 500 Jahre alt kann er werden. Er hat auch tolle arzneiliche Wirkungen und seine Früchte enthalten superviele Vitamine. Die Kerne hat man früher als Kaffeeersatz genutzt. Für mich ist natürlich vor allem die Schutzwirkung gegen all die bösen Geister da draußen total wichtig. Ich werde also dafür plädieren, dass die Hecke, die zuhause vor die Tannen vom Nachbargrundstück gepflanzt werden soll, aus Weißdorn – und Kirschlorbeer bestehen soll. Und ich mach mir die Tage mal einen Anhänger aus diesem Holz. Für was so eine Reha doch alles gut ist. Schätze, dann wird sich mein Blatt ultimativ wenden. Ich werd sowas ähnliches wie nen Lottogewinn haben und und und. Zusammen mit der Heiligen Odilie und ihrer Gefährtin Cyrilla, wird sich alles Ungemach flugs von mir abwenden, weil sonnenklar ist, dass bei mir nix mehr zu holen ist! So, Dreifachausrufezeichen. Falls jemand Bedenken bekommt ob dessen, was ich da so schreibe: keine Sorge, hier sind viele Menschen vom Fach. ps: schätze Oranna wird so derart sauer auf mich sein, dass keine Abbitte sie umstimmen wird. Wie konnte ich sie auch nur Odilie nennen. Meine Güte…

3 Kommentare zu „Tag 10 von 35

  1. Ich vernehme kreative Sprünge. Auf den crataegus Anhänger bin ich gespannt. Und möge uns die heilige Odessa vorm kirschlorbeer bewahren. Ökologisch nutzloser sind nur Plastikpalmen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: