Grenzerfahrungen im Saarland während der Coronapamdemie

Jetzt gibt es von der Union-Stiftung ein Buch dazu. Ich habe von der Stiftung noch nie was gehört und sie scheint auch ziemlich konservativ zu sein. Trotzdem haben viele Menschen an dem Buch mitgewirkt, die es vielleicht nicht sind.

Buch Grenzerfahrungen | Expériences transfrontalières erschienen

Vicor Hugo zum Thema Grenzen circa 1850

Mon expulsion de Jersey

Étranger ? Que signifie ce mot ? Quoi, sur ce rocher j’ai moins de droits que dans ce champ ? Quoi, j’ai passé ce fleuve, ce sentier, cette barrière, cette ligne bleue ou rouge visible seulement sur vos cartes, et les arbres, les fleuves, le soleil ne me connaissent plus ?

Quelle ineptie de prétendre que je suis moins homme sur un point de la terre que sur l’autre ! Vous me dites : « Nous sommes chez nous et vous n’êtes pas chez vous. » Où ? Ici ? Vous n’avez qu’à y creuser une fosse, et vous verrez que la terre m’y recevra aussi bien que vous. *

Die Übersetzung würde die Antifa von heute noch freuen:

Meine Ausweisung aus Jersey Ausländer? Was bedeutet dieses Wort? Was, auf diesem Felsen habe ich weniger Rechte als auf diesem Feld? Was, ich habe diesen Fluss, diesen Weg, diesen Zaun, diese blaue oder rote Linie, die nur auf euren Karten zu sehen ist, passiert, und die Bäume, die Flüsse, die Sonne kennen mich nicht mehr? Was für ein Unsinn, so zu tun, als ob ich auf dem einen Punkt der Erde weniger Mensch wäre als auf dem anderen! Sie sagen mir: „Wir sind zu Hause und Sie sind nicht zu Hause. Wo? Hier? Du brauchst nur eine Grube zu graben, und du wirst sehen, dass die Erde mich dort ebenso aufnehmen wird wie dich. *

Falsche Sicherheit Owei – was für ein Tag

Ich erzähle nur die eine Geschichte. Sie wirft das richtige Schlaglicht auf den Tag. Bin ja gottseidank anonym hier.

Ich musste heute mit einer Behörde telefonieren, die regelmäßig mein eh schon schwaches Urvertrauen unterminiert. Zunächst mal dachte ich mir, ich rufe direkt bei der auf dem Brief des Klienten angegebenen Durchwahl an, da ich dringend eine Auskunft brauchte. Wie es dann aber doch so geht, hing ich geschlagene sechs Minuten in einer Warteschleife und landete in der zentralen Telefonannahmestelle. Dort werden wohl erstmal alle Gespräche abgefangen, was ich ja definitiv vermeiden wollte. Meine Frage wurde insofern rudimentär beantwortet, als dass mir geraten wurde, doch bitte die 0681-5060 zu bemühen. Ich war fassungslos. Daher fragte ich meinen Gesprächspartner, wie mir denn helfen solle, mit der Zentrale des Regionalverbandes zu telefonieren. Das Gegenüber meinte, ich solle mich da bitte durchfragen. Meine Entgegnung, dass ja gar nicht klar ist, nach was genau ich denn fragen müsse , wurde damit beantwortet, dass keine andere Nummer hinterlegt sei. Weiterverbunden wurde ich auch nicht. Die vorhergehenden Einzelheiten erspare ich euch. Jedenfalls gab ich auf und verabschiedete mich mit einem sehr förmlichen ‚Auf Wiederhören‘. Der Bildschirm des Handys wurde schwarz und ich flüsterte, mich in falscher Sicherheit wiegend – ein leises ‚ Arschlöcher‘ hinterher, als mich ein lautes Schreien fast vom Stuhl fallen ließ. Aus dem schwarzen Handy tönte ein grelles „das habe ich gehöööööört!!!!!!! Das zeige ich an!!!!!!! Vor lauter Schreck drückte ich schnell auf die rote Taste. Dann aber war es mit der Verärgerung vorbei und na gut, ich gebe es zu, ich musste laut lachen.

Wahrscheinlich muss ich mich jetzt förmlich entschuldigen! Nur verdient bei solch unprofessionellem Benehmen, würde jetzt eine Calvinistin sagen. Gottseidank bin ich eher katholisch……

Das müsst ihr euch ansehen

Die Objekte von Claire Morgan sind absolut beeindruckend und auch gleichzeitig ängstigend. Ihr Thema schwirrt zwischen Leben und Tod unserer bedrohten Mitlebewesen auf der Erde am Rande unserer Lebensräume. Schleiereule, Fuchs, Mücke, Katze, um nur einige zu nennen, hat sie in ihrem fragilen Dasein eingefangen. Aber auch wir sind in ihrem Werk gemeint. Die Ausstellung ist seltsam und sensibel. Ich stelle mir in ihr einen Menschen vor, der die ganze Bandbreite der Gefühle zulassen und auch ausdrücken kann.

Bis 3.10 könnt ihr das in der modernen Galerie in Saarbrücken sehen. Auch die Fotoausstellung dort ist beeindruckend.

# Ausstellung Saarbrücken

Moon over my home

Nach Nomadland bin ich etwas schwermütig geworden, habe mir an der Tanke noch ein Bier geschnappt – leider kein Budweiser – , habe mich an unseren schönsten Aussichtspunkt begeben, dem Mond bei seinem Schauspiel zugesehen und mich nach Amiland gebeamt. War schön und ich bin versöhnt mit der Schwermut. Im Film kamen soviele interessante Menschen mit ihren Geschichten zu Wort. Kapitalismuskritik kommt auch vor, ebenso die persönlichen Schicksale, die zur Reise geführt haben. Und diese modernen Nomaden, die alle aus unterschiedlichen Gründen unterwegs sind, haben sich in ihrem Unterwegssein eine Gemeinschaft geschaffen. Ihr Gruß: „ wir sehen uns“. Fernweh wurde mitgeliefert.

Ich kann es nicht lassen: Hab einen Artikel zu den schrägen/gefährlichen Weltraumfreaks im Freitag gefunden und der ist super

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/galaktischer-groessenwahn

Seht euch die Aussagen der Leserinnen an. Da sind eine Menge interessanter Links zu finden.

Und ein Spiegel Redakteur beginnt sich immerhin auch mal damit zu befassen und sich schön aufzuregen: https://www.spiegel.de/kultur/jeff-bezos-auf-dem-weg-ins-all-raumfahrt-in-blue-origin-kapsel-a-c6e2aee6-b6ef-489e-a526-8e767f02a31f

Wer ein bisschen mehr über die Weltraumambitionen der superreichen Übergeschnappten wissen möchte:

Herr Wurzbacher von den Nachdenkseiten hat das Thema aufgegriffen und ganz gut zusammengefasst:

https://www.nachdenkseiten.de/?p=73903

Aber wisst ihr , wenn sich nichmal die ESA lautstark zu Wort meldet, meide ich das Thema jetzt zugunsten meines Blutdrucks.

https://www.deutschlandfunk.de/neuer-esa-generaldirektor-aschbacher-europas-raumfahrt-auf.676.de.html?dram:article_id=495312

Und der Deutschlandfunk ist nicht nur weitestgehend bis absolut unkritisch all diesen Plänen gegenüber sondern scheint sie auch noch zu beklatschen.

Die ESA scheint sich dem Wettrennen nur anzuschließen 🥲

Ich werds wie diese Genossinnen oben machen. Und da ist doch witzig, dass eine aufpasst und die anderen pennen. Ich gehöre jetzt zu den vieren, die pennen, zumindest den Satellitenplänen gegenüber.

Mist, mein 0 funkti0niert nicht mehr. Bes0z, Musk, Brans0n und K0ns0rten fliegen ins All und zahlen kaum Steuern. Supert0ll…einfach bewundernswert

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/wettlauf-der-milliardaere-branson-will-noch-vor-bezos-ins-weltall-17418103.html

Die haben meiner Meinung nach einfach nicht mehr alle Latten am Zaun. Und wirklich schlimm ist, dass die Berichterstattung sich jeder Kritik enthält.