Tag 30

Habe eben gerade mein yang gestärkt, yin und yang harmonisiert, Wolken geteilt und Himmelsenergie gesammelt. Bestimmt habe ich vergessen, dass auch irgendwie was Positives mit der Herzenergie passiert ist. Ich finde, der Tag hat gut angefangen. Mit soviel positiver Energie kann er nur gut weitergehen 🙏

Außerdem habe ich von Walter Mossmann geträumt. Erinnert ihr euch noch an ihn? Ich war früher Fan von ihm: https://m.youtube.com/watch?v=UcFCgNZMdUg

Tag 29/2

Okay, habe völlig geloost mit Sahra und Oskar in Oberlimberg. Ich habe sowieso keine Ahnung in welchen Synapsen diese anscheinend mindestens 8 Jahre alte Info rumgespukt ist. Jedenfalls hat mich Onkel Willi darüber unterrichtet, dass ich da echt völlig fehlgeleitet war, Sahra in Oberlimberg Grüße von Theo ausrichten zu wollen, weil die da nicht wohnen. Und ja, er hat recht. Aber Oberlimberg hat trotzdem eine schöne Lage. Obwohl der Ort eigentlich nicht so schön ist.

Nach Silwingen fahre ich aber nicht, obwohl sich das schön nach Silvi anhört 😉

Tag 29

Kein Wort mehr vom wöchentlichen Coronatest. Ich frage mal nach. Aber heute haben andere Insassen schon erzählt, dass sie darauf nur die Antwort bekamen, es sei nix bekannt 🙄

Aber das Rückentraining heute morgen war super. Muss mir die Übungen mal aufmalen. Außerdem hat der Regen gestern echt dafür gesorgt, dass ich ds Wetter heute umso mehr genieße. Zwar war ich heute nochmals auf der Suche nach Oberlimberg. Habe aber diesmal die Abzweigung nicht verpasst.

Es gibt exakt 2 Wege nach Oberlimberg. Der, den ich nahm, war so eng, dass ich über die 3 km dorthin stets ein entgegenkommendes Auto fürchtete. Dann gab es aber noch eine richtige Straße raus. Puuh. Oberlimberg hat doch tatsächlich einen riesigen Golfplatz. Leider waren Sahra und Oskar nicht dehemm. 😭. Und ich konnte keine Grüße ausrichten. Aber mei, die Fahrt über Land vom Taffingweiher über Oberlimberg nach Berus ist toll. Morgen dann ist eine Radtour angesagt. Da habe ich quasi frei. Zumindest den ganzen Nachmittag. Und ich bin sehr froh, dass das Wetter endlich besser ist.

Im übrigen: Meine Mama schimpfte ja schon immer darüber, dass mein Auto aussieht, als würde ich drin hausen. Also das habe ich jetzt getoppt. Ich würde ihr auch gar nicht mehr widersprechen. Was oft eh sinnlos war und ist 😉. Jetzt aber sehe ich es ein. Demnächst muss ich aufräumen.

Tag 28/2

Das Abendessen muss wegen eines Stücks Schwarzwälder Kirsch und weil ich hier hundert pro eh schon zugenommen habe, so dass mein neues Flowermaxikleid aus Seide echt ein bisschen seltsam an mir aussieht und ich es eigentlich zurückgeben will, einfach ausfallen. Stattdessen bin ich hier im Gau unterwegs. Mit Auto. Ich will zu Sahra und Oskar nach Oberlimberg. Grüße an Sahra von Theo wollte ich ausrichten. Aber leider habe ich die eine Abzweigung verpasst. Wie jeder wohl, dachte ich, es wird schon noch eine kommen. Aber nada. Das sieht hier derart zerklüftet und auf Bergkante gebaut aus, dass ich kurz an Pitigliano in der Toscana dachte. Jedenfalls bin ich nicht mehr nach Oberlimberg gekommen. Zurückfahren war nämlich keine Option. Dann führte mich ein Wegweiser zu dem spannenden Ort Schreckling. Aber auch den habe ich aus unerfindlichen Gründen nicht finden können. Jetzt bin ich aber in Guerstling angekommen. Was zweierlei bedeutet: ich bin verbotenerweise auf französischem Terrain. Das fällt aber wegen meinem Kennzeichen keinem auf. Und: ich schätze Guerstling ist der mindestens genauso böse Bruder von Schreckling. So, jetzt aber schmeiße ich mal das Navi an. Schrecklich liebe Grüße auf der Suche nach Guerstling 🥰 PS: Und wundesamerweise hat Theo gerade angerufen. Kurz ging es um Sarahs neues Buch, was im Freitag besprochen wurde und von Theo trotz großer Sympathien für Sarah , schwer kritisiert wurde von ihm. Er ist einfach zu hart mit ihr 🤭 Und dann ist sein Handy abgestürzt 😁

Tag 28

Moin. Ich sitze gerade leicht abwesend vor der Tür zur Craniosacraltherapie und sinniere hinter dem Frühtreffdurcheinander und meinen Traumresten her. Ich wurde wach mit dem Wort cendrier im Ohr und Bildern voller Aschenbecher vor meinem Traumauge. Iih, bäh. Meine Schwester saß in unserem alten Schaukelstuhl auf der Treppe an ihren Hausaufgaben. Sie musste französische Vokabeln pauken und eine Frage war, was Aschenbecher heißen würde. Cendrier, verriet ich ihr in einem für mich untypisch bestimmten Ton. Aber meine Mutter und meine Schwester stellten die Übersetzung in Frage und schlugen was anderes vor. Gottseidank nicht Aschback, wie sellemols meine Freundin, als wir nach unserem Wandertag auf dem französischen Jakobsweg in einem französischen Bistro aßen und ich noch eine Zigarette rauchen wollte. Was damals nach dem Essen noch im Bistro möglich war. Allein, mich hinderte, dass kein Aschenbecher da war. Meine Freundin fragte ich dann, ob sie das Wort dafür wisse und im Brustton voller Überzeugung kam die Antwort: Aschback. Ich bin vor Lachen 🤣 fast vom Stuhl gefallen, was sie mit einem sehr, sehr bösen Blick kommentierte. Vor Schreck fragte ich dann die Bedienung tatsächlich nach einem Aschback. Der kuckte mich an, als käme ich vom Mars und die attraktiven Schweden am Nebentisch drehten die Köpfe. Diesmal wäre ich am liebsten vor Scham unter den Tisch gekrochen. Ich war im Zweifel, ob dies nun ein ganz anzügliches Wort war und ich mich gerade als Sexistin outete, die auf den Aschback vom Kellner scharf ist. Daher schob ich in Windesschnelle hinterher: quelque chose pour les cigarettes. Seitdem weiß ich, dass Aschback, wie auch immer das geschrieben wird, das holländische Wort für Aschenbecher ist. Ich wußte also heute morgen, dass ich zu 200 Prozent im Recht war, was bei meiner Mutter ebenso wie bei meiner Schwester nicht unbedingt dazu führen muss, dass das anerkannt wird. Aber heute morgen wurde dieses Prinzip heldinnenhaft von mir durchbrochen. 🧛🏻‍♀️

Ich war über jeden Zweifel erhaben. Nichts konnte mich irritieren. Wie nie zuvor war ich absolut nicht aus der Ruhe zu bringen. Superfeeling 👸🏼

Tag 27

Das nun ist der vorletzte Sonntag hier. Not bad. Endspurt. Ich denke mal, ihr habt ja schon gemerkt, wie mich meine Tagträume aus dem tristen „Erst mal noch keinen Plan haben – Zustand“ retten. Und Tagträume können ja soo schön realitätsfern sein. Wobei ich direkt wieder das warme Wasser vor den französischen Antillen spürte. Die Nächte, die natürlich tropische waren. Das Moskitonetz über mir, das heftige Fieber und der heftige Husten, nachdem ich in einen tropischen Regenschauer geriet und in feuchten Klamotten drei Stunden zusammen mit meinem Bruder durch die Pampa lief, bis ich wieder am richtigen Platz war. Das kostete mich eine Woche Urlaub. Die schrecklich trockenen Hummer, die mir ein für allemal das Hummeressen verleidet haben und den elektrischen Schlag, den mir plötzlich im küstennahen Wasser zuteil wurde. Ich bin heftigst erschrocken. Es war wohl ein Zitterrochen, der mich mit einem Beutetier verwechselte. Das sind aber nur mal gerade die Eindrücke, die mich dann so schlagartig überfallen haben. Vielleicht doch besser Kanada…😂

Zur Lektion 6 gestern muss ich noch nachschieben, dass ich Sartre eigentlich überhaupt nich leiden kann und immer auf der Seite von Camus war. Ich wollts nur mal gesagt haben. Sartre, was hab ich nur gelesen von ihm? Da war so ein Unglücksrabe, der immer schlecht drauf war und dreihundert Seiten lang klärte, warum. Ah ja, das Buch war „Der Ekel“. Darüberhinaus hab ich auch keins mehr von Sartre lesen können. Hab mich dann immer mit Joachim drüber gestritten, dass ich so nen Negativismus echt nicht aushalte und dass man daraus dann auch noch ne Philosophie macht, na danke auch. Aber Joachim war sehr, sehr uneinsichtig. Ich aber auch. Da war doch eher Sysiphos ein glücklicherer Mensch als dieser tragische Held aus dem Ekel.

Aber jetzt wende ich mich mal dem Salamander, der gerade auf Arte läuft zu. Superspannend.

Heute nachmittag war die Osterhäsin noch da, hatte sich verspätet – zuviel Lockdown überall 😉

Und zum Schluss der schräge Vogel Sybille Berg: Keine sollte als normal beschimpft werden: https://www.spiegel.de/kultur/nach-corona-das-alte-leben-ist-ja-auch-der-horror-kolumne-a-6e7ad01d-160a-4103-9beb-84a885911611

Good night folks

Tag 26

Habe heute über Guadeloupe statt Kanada nachgedacht. Vorher müsste ich aber dringend mal zum 💇‍♀️. Auf dem Weg zur Teufelsburg sind uns heute Absurditäten begegnet.

Unheimlich, oder?
Seltsame Party heute

Irgendwie könnte man da Lektion 6 draus ableiten? Mir ist bloß noch nix eingefallen. Vielleicht „Die Hölle, das sind die anderen“? 😂🤣

Tag 25

Das ist ein echtes Zeitzeichen 😉
Der Orannabrunnen

Habe gute Neuigkeiten vom Anwalt. Kann sein, ich habe Erfolg. Das wäre wie ein Lottogewinn. Habe schon überlegt, ob ich dann unbezahlten Urlaub nehme. Ich komme schwer ins Tagträumen. Kanadische Weiten flirren vor meinem Auge. Blue Highways. Vielleicht hat der Cent und das Wünschen doch geholfen, einen Lichtblick zu erzeugen. Danach rief der Anwalt an 😀🙏